Ikarus

Ikarus

April 30, 2017 0 Von MeB

Aufgewacht, schleich schemenhaft vom Sofa, war schon länger wach. Hörte deinen Aufschlag aus sicherer Entfernung. Denk an gestern, doch halt mich an die Erdung. Gedächtnislücken. Fühlst sie dir aus in freien Stücken, die Zeit kannst du gut überbrücken, doch Wahrheit lässt sich ungern schmücken.

Am See fühlts sich an als herrscht die stechmückenplage. Sie erwischt mich nur nicht, weil ich niemals nie sage. Seh das Leben clean gerade – gleich der griechischen Sage, in der ich als Ikarus die Flügel in Benzin Bade. So gehen die Zweifel, die ein jeder aufschiebt bald in funkelndes Licht auf, das jeder auch sieht.

Wenn euch das erste Gefühl schon am Morgen zersiebt und ihr merkt euer Traum war des Tages Zenit, dann hält euch das Bett fest, weil es draußen nichts gibt. Dennoch hast du da jemand, der dich nicht aufschiebt. Der dir den Klang
unserer Sonne zum Lächeln vorspielt. Jemand, der versteht, dass der Ausgang aus Leiden der Monotonie, versperrt ist mit Zweifeln dieser Szenerie.

Wo keiner im Notfall den Notausgang nutzt, aus Angst dass man der Firma den Ruf nur beschmutzt. Komm scheiß auf den Hof, zertrümmer Briefkästen. Ich schreie mit dir „scheiß drauf!“, wenn uns Anlieger belästigen. Der schwerste Stein
vergeben. Der tiefste Grund vergessen. Da will dich niemand testen, nein wir lösen diese Fesseln.

Schon blicken wir, Kopf sonnenklar, auf alles was vor Gestern war. Die letzten Schritte fallen schwer, als ob der Hals voll Kalle wäre. Vor dir liegt das, was niemand schätzt. Wunschlos sein im Hier und Jetzt. Vergiss die Uhr vom Handgelenk. Die Zeit ist hier nicht wichtig. Nimm einfach einen Atemzug, du
machst das hier schon richtig.

Dann blättert der Schlafdreck von deinen offenen Augen und dein Durchhaltewille versetzt uns alle in Staunen, weil die Stürme direkt in deinem Hafen abflauten, trotz der Menschen, die dachten so wird das nicht laufen. Ertaste den Triggerpunkt zwischen deinen Augen. Start den Staubsauger, der alles nimmt außer dem Glauben.

Ich bin kein Teil des Problems. Ich bin ein Teil der Lösung, denn wer das gerade nicht sieht, formt so wie wir früher Lehm um, um sich selbst nicht um zu formen. Wohin hat sie denn geführt, die Gesellschaft voller Normen. Darf mein
Garten nur noch schmücken, mit importierten Zierdepflanzen. Wenn sich der Captain im Port irrt, rate ich dir zum Googletransen.

Du hast diese Richtung ausgesucht jetzt willst du dich verschanzen?
Mein Freund, siehst du die Richtung noch klar?
Manchmal verschwimmen schon die Linien. Du sagst was war, doch
ohne Wahrheit. Sagst du warst klar, ganz ohne Klarheit.

Wir hoffen alle auf ein Zeichen, das klaren Geiste impliziert. Heb auf das
Schwert der Wahrheit – nur dieses kann dich hier begleiten. Verzeihe mein Blick voller Kritik, ich will ja gar nicht streiten. Es wühlt dich auf, du willst da raus. Dein Wort kann dich nicht retten.

Heb auf den Knauf mit Klinge, er zieht dich weg von dem Ort des Schreckens. Das Wort ist nur ein Zeichen. Taten können den Berg versetzen. Jeder Bruch der Therapie heißt Schmerz für die, die um dich bangen. Du merkst es nicht und schüttest munter Öl auf diese Flammen.

Noch immer verwirrt mich dein Tatengeflecht. War das wirklich mein Bruder, nur weil er mal zecht? Alle Worte hier echt. Ungefilterte Gedanken. Trinkt sich lecker wie Vorlauf. Nach einem Schluck brechen die Schranken und du schreist ich bin noch immer ich meine Verwandten, doch ich glaube dir nicht, weil ich mich für
dich schäme, wenn wir was tanken.

Habe auch Probleme mit Gedanken, die so scheinbar keiner teilt. Du trägst in dir Pyramiden. Werft die ganzen Steine raus. Deren Gewicht zieht Dich nach unten,
wenn du Leichtigkeit brauchst. Mach deine Energie faul, selbst wenn du kein Weed rauchst. Brech endlich auf, bevor die Wasserträger brechen. Das impliziert auch; hör auf dir selbst das Ziel zu setzen. Das Gebot der Stunde heißt; nur noch chillen und relaxen. Lass deine Lasten fallen, das Universum nimmt auf. Du hast
schon bald gewonnen lass den Dingen ihren Lauf.