Die letzte Kerze

Die letzte Kerze

August 12, 2017 0 Von MeB

Ich entzünde eine Kerze in die Schwärze meiner selbst. Schön zu glauben, dass dich immer jemand fängt, wenn du mal fällst, doch trotzdem trägst in dir Angst, dass du am Boden bald zerschellst. Wir sind im Dunkeln nicht alleine, so wie Ehren auf dem Feld.

Vielleicht reicht es das zu wissen, damit sich dein Gemüt erhellt. Warst du ganz unten, nimmst du vieles besser wahr, bleibst auf dem Teppich. Vorurteile stellen sich ein, wenn du beide Seiten kennst, das wette ich, Steck den Kopf nicht in den Boden, Freund, sei weder Strauß noch Rettich.

Vögel müssen fliegen, Pflanzen weiterwachsen. Das Leben lässt sich nicht pausieren, ist kein geliehener Film ab 18. Rückschläge gibt es, man muss sie eben irgendwie verkraften. Selbst wenn das dann bedeutet, dass ein Leute auch mal schwach sehen.

Das fällt schwer, so wie die eigenen Träume wach sehen – luzide – doch es kocht Probleme aus, über den Siede-punkt. Das Verfahren ist nicht leicht, doch es erzeugt ein Vitamine-pfund. Nach und nach wird dann dein Lebensrad auch wieder rund. Sonnenstrahlen, kleine Blitze. Eine angenehme Hitze. Ein anderes Gefühl, als nur das Warten auf ne Nixe.

Nicht jeder meiner Tage ist erfüllt von der Erkenntnis, dass wer nur gute Tage kennt nicht glücklich, sondern schlicht kein Mensch ist, deshalb sage ich mir; was dir passiert, das macht nichts. Schenkt dir klare Luft, als ob es eine kristalline Nacht ist. Depression ist wie sich nicht freuen über einen Rausschmiss aus Auschwitz. Sich nicht glücklich schätzen können, dass diese Zeit schon aus ist.

In meinem Fall wirkt es wenigstens gegen das einnehmen des selbst erwählten Rauschgifts. So hat alles einen Sinn, auch wenn man den nicht immer sieht. Eine Motte in der Nacht, die nichts als Lichtflimmern liebt, verpasst das wunderschöne leuchten der Sterne und Mond. Sich an den kleinen Dingen freuen, das ist man nicht mehr gewohnt.

Erlebt zu selten einen Moment, für den sich Lächeln noch lohnt, doch die Zeiten kommen wieder. Ich habe festestes Vertrauen, dass die Wellen deiner Lippen sich zum Lachen aufbauen, auch wenn diese dann zerschellen an den Klippen des Alltags, hält die Wirkung weiter an du fühlst die Schwingung des Mantras. Sag dir nur; ich bin gut, ich kann was.

Dann wird es auch so sein, ganz egal was du anfasst. Die Lektion: Es ist egal was du machst, nur mach was. Heute fällt das noch zu schwer, doch schon bald weiß ich passt das. Es gibt schlicht noch zu viel, was für mich keinen Sinn ergibt. Erkenne was du ändern kannst und alles andere vergib. Ja ich danke meinen Schöpfern, ich war nicht immer lieb und euer riesiges Vertrauen, das habe ich so nicht verdient.

Meine Oase, meine Blase, ja meine schützende Burg. Ich weiß ich komm durch jeden Sturm, wenn ihr die Bretter verzurrt, denn der Wind hört immer auf. Ihr seid mein Flug über die Wolken, wünsch mir ich kann euch dafür irgendwann eure Nacht vergolden. Bisher ist das alles jedoch nichts, außer Gerede.

Bin einfach noch zu schwach, doch zeige der Zukunft meine Zähne. Frag mich nach wie vor, wie fülle ich in mir diese Lücke? Macht wütend wie das Fehlen des allerletzten Puzzlestücke und ich hoffe irgendwann erschließt sich diese Brücke. Irgendwer hat mal gesagt, dass er jeden Tag pflücke. Ich vertraue auf diese Worte, ohne Edelstah- Krücke.

Wandern durch das leere Flussbett, danke für die kurze Ebbe. Hoffe die Flut lässt auf sich warten, bis ich mich ans Ufer schleppe. Noch bleibt die Frage, wie ich mich aus dem Hass-Angst-Seminar rette. Die Antwort liegt in mir versteckt, worauf ich mein Mobiliar wette.

Ich muss gewinnen, sonst schlag ich meinen Schrank mit Stühlen zu Brei. Will sie nicht mehr länger tragen, diese Schnürer aus Blei. Gib mir das was die anderen haben, lass die Gefühle jetzt frei.