Floh im Ohr

Floh im Ohr

September 29, 2017 2 Von MeB

Komme mir vor, wie in einem Rechtsstreit gegen große Firmen und verfolge in Echtzeit das Erlöschen der Glühbirnen. Ich wache früh morgens auf, doch komm nicht aus dem Bett raus. Bin nur mir selber gegenüber häufig auf Stress aus. Zeitweise voller Tatendrang, ich habe nichts zu tun und halt den Atem an, dann schreit einer: “Du kannst warten Mann!” Habe die Zeit zum verheilen, doch will lieber die Belastungserprobung, weil es in mir brennt, fast so wie Strohrum. Verlass diese Wohnung, verpasst die Betonung, auf die ich Wert zu legen schein. Wenn ich vor den Blättern sitz und versuche zu Reim. Mein Leben geht in schiefen Bahnen, so wie Crashed-Iceläufer. Ich bin weiter ohne Job, so wie S-Bahn Säufer.

Sogar der schreib Drang formt sich zum Schreibzwang. Blick auf das Blatt, versuche Sätze zu formen, doch drück nichts weiter aus als hoffentlich wird es besser für morgen. Rebelliere gegen mich selbst, vegetier wie Eintagsfliegen. Noch ein Tag kommt zum Erliegen. Ich will endlich was machen, wieder etwas zum Schaffen, doch auf dem Weg dahin bleibt nichts, als auf den Bildschirm zu gaffen. Ich schiebe einen Affen, wie ist die ganze Scheiße zu schaffen? Ich versuche mich nicht zu fragen, sondern einfach zu machen, doch trotzdem will ich mich nicht einengen lassen, nur in den Fremden Tag einpassen, tuts mir nicht immer vereinfachen.

Wutausbruch über Kleinkram, manchmal muss ich nein sagen, meinen Willen einklagen. Unnötig, Kräftemessen mit den Eltern, obwohl diese mir den Rücken doch Stärken. Der Verdacht kann sich erhärten, dass zu viel Zeit einen auffrisst, egal wie man’s auftischt. Der Floh im Ohr ruft mir zu: “Junge, berauscht dich!”, doch weiß ich dass mich das verletzt, will nie wieder da drauf. Ich suche Arbeit, suche Freude, suche einen neues heute.

Vermisse Sie, die Zeit in der mich alles erfreute. Es verblasst schnell die Beute, wie auf Schnaps fette Beute sich in Engel verwandeln. Um ein schwinden deiner Sinne könnte es sich dabei handeln. Sehe heute die Morgensonne, habe Antrieb gefunden. Dreh hier nur wie das Tier im Käfig stur meine Runden. Durststrecke überwunden, etwas Neues gefunden. Scheinbar ist der Weg mit Lebensfreude verbunden. Probleme lösen sich in Rauch auf, in den Schemen entstehen neue.

Die Lösung zwar zum Greifen, doch gefühlt wie Perlen vor die Säue. Ich habe doch mehr als Bauernschläue, doch halt der Trauer Treue. Eigentlich könnte ich meinen Durchbruch feiern, mich großartig fühlen, doch stattdessen suche ich nur die nächsten Hürden auf meinem Weg. Der Kahn legt nicht ab vom Steg, doch komme ich mal zum Handeln, sind die Zweifel wie vom Winde verweht. Ich hinterfrage jede Handlung, suche die Flinte im Korn. Meine Hände gefroren, unmöglich sie zum Greifen zu formen.

Was ich suchte schon gefunden, Ängste reifen enorm. Streben hinauf, wie Wolkenkratzer, während ich nur denke “bitte kein Patzer” – PLATZ DA! Schieb jetzt die Bedenken zur Seite. Dieser Versuch wird keine pleite. Kein Grund dafür, dass ich gegen mich fighte.


Finde die Gefühle: Freude, Ausgleich, plötzlich ganz zufrieden. Das frühe Aufstehen hilft scheinbar mehr, als den Kopf zu zersieben. plötzlich wieder in der Laune die es braucht zum Pläne schmieden. Ich bin eigentlich sehr wichtig, mir steht es zu mich selbst zu lieben. Schluss mit den Egokriegen, die Zeit kommt nie zum Erliegen.