Hoffnungsschimmer

Hoffnungsschimmer

August 6, 2017 0 Von MeB

In mir nichts als Gedankenkreise, drehen sich auf ihre eigene Weise. Bin Zuschauer auf dieser Reise, jeden Tag dieselbe Scheiße. Alles dreht sich in derselben Schleife, ohne dass ich meinen Pfad begreife. es hilft nichts – die Gefühle kommen doch nicht die, die ich will. Bin noch immer benommen.

Zuversicht, denn so viele haben den Berg schon erklommen. Ich bin gefühlt noch nicht mal im Basiscamp angekommen. Zwar nicht mehr so tief am Boden, dank der helfenden Pillen. Sie formen in mir meinen wackligen Willen. Bin doch leider noch öfter unten als oben, wie die Cosinus Formel vertikal verschoben, sodass die Extrema viel stärker im Negativ liegen.

Heute kein guter Tag, um in meinen Kopf zu zersieben. Doch es hilft was ich tue, soviel kann ich sehen. Seit Tagen nicht mehr erst am Mittag Aufstehen. Kann schon wieder mehr als den Inhalt von Buchdeckeln sichten. Mach mich frei von den mir selbst auferlegten Pflichten und find wie man sieht wieder Spaß an Gedichten.

Durchleuchte die Schichten meiner Selbstwahrnehmung, derzeit noch immer keine Handlungsempfehlung, als hätte mein Kopf Überdruck, dank der Probleme. Wonach ich mich heute Sehne: Leben im Hier und Jetzt, bis es den Deckel zerfetzt, denn dann sprudeln die Gedanken an erfüllendes Handeln auch wieder. Ich fühle mich richtig an meinem Platz, wie in Chemie der Tauchsieder. Merke dann aber schnell, wenn man das Licht im Tunnel sucht, wird es dadurch nicht hell.

Die Seele hat Entzündungswert wie im Dieseltank von einem 10 Tonner. Therapie wirkt antiseptisch, so wie Betaisodona. Die Wirkung zeigt sich langsam, aber ich wünsche mir ein Feuer. Lösung explosionsartig, doch weiß dass nach dem Streichholz Wurf in den Tank dieser Motor nicht startet. Also weiter Motor schonen, laufe nur im Eco-Modus.

Warte auf die Lösung, wie der Junkie vorm Schuss. Die Zeit am Morgen nervt, als wäre ich Rentner, mit einer Horde Lausbuben. Würde der Stimme gern den Garaus machen, wie beim Schweine ausbluten. Genug mit den Vergleichen, höre ich mich gerade herausrufen. Mich mit anderen kontrastieren heute kontraproduktiv. Will zurück zu den geraden Bahnen meines Lebens, es scheint alles so schief.

Ist jetzt nicht so, dass ich den ganzen Tag ins Taschentuch schnief. Habe nur noch dieselben Zweifel, seh die Geister, die ich rief. Weiß noch immer nicht wann die Lektion Sinn ergibt. Wäre ich noch der alte, wären meine Sorgen längst erstickt. Alk, Gras und die verfluchte Chemie. Der Absturz, diese Nacht als ich die Bullen anschrie. Alles nur Fragmente des vergangenen Handelns. Trotzdem so präsent wie Sand an den Küsten des Landes.

Die Hoffnung ist noch da, dass der Mensch sich zu verändern im Stand ist. Gib mir den Wandel bitte schneller bevor mich alles nur anpisst. Meine Seele sich auffrisst und die besten meiner Tage schlicht und einfach vergisst. Schließlich waren die Zeiten selten trist, es hält sich mehr als die Waage.

Deshalb stellt sich mir die Frage, wie lange ich den Mist noch ertrage. Das Leben fühlt sich an, als wäre es eine riesen Schreibblockade, dann doch wieder ein Tag an dem ich Energie aus Körperübungen zieh.

Fasse Hoffnung, doch nicht noch trifft mich oft die Vorwurf Artillerie. Noch zu viel auf meinem Deckel, Angst dass ich mich nur verzettel, nächste Runde in meinem Battle. Hör den Gong an jedem Morgen, täglich Kampf gegen die Sorgen, jeden Tag Gedanken ordnen, aber macht nichts. Ich werde noch stehen, wenn das vorbei ist. Dank dem Herrn für seine Weitsicht, in Gottvertrauen noch immer ein Christ.

Dabei begreife ich Gott doch etwas anders als die Kirche. Denke Buddha, Allah, Jahwe, Krishna, im Prinzip alles das Gleiche. Leg mein Vertrauen in die Hände dieses Kosmos kann man sagen. Ohne den Versuch dabei diesen Kosmos anzuklagen, denn mein Leben läuft doch irgendwie noch in gelenkten Bahnen. Jetzt warte ich, dass der Weg sich zeigt und dann werde ich ihn einschlagen. Es nicht mehr ignorieren, wenn mich Freunde zu was einladen, denn es geht mir selbst auf den Sack, dieses ständige nein sagen.

Schreiben ist mehr, als nur Ablenkung, wenn die Wellen auf mich einschlagen. Gäb es Helferlisten für seelenleiden, ich würde nicht nur mich eintragen. Wünsche mir zu oft die Utopie, wie in dem GATTACA Film, doch meine Version hat reichlich Platz für menschlichen Gebrechen, wie Villen – rollstuhltauglich. Es gäbe keinen Stress und Zukunftsängste auch nicht. Wir zerbrechen den Fiskus, vergessen Ländergrenzen.

Plötzlich alles im Einklang, jeder steht bei unseren Volkstänzen. Zu deinem Glück brauchst du eine Rolex, zeigt dass wir nicht gleich denken. In meinem Traum gibt es keinen verkaufen, es gibt nur noch verschenken.