Über diesen Blog

Was hat mich dazu bewegt diese Sammlung an Gedichten aus
meinem schwarzen kleinen Reimbuch nochmals in digitale Form zu
Kippen – diese Frage ist eigentlich leicht beantwortet: Weil ich es
kann.

Natürlich hatte ich beim Schreiben die Möglichkeit das damals
Erlebte nochmals nachzuspüren und mich in mein früheres ich
hineinzuversetzen, was wirklich spannend war.

Bei Poesie verhält es sich meiner Meinung nach, wie mit Musik. Sie
ist zum teilen da und hat die Macht, andere Menschen in einen
Zustand zu versetzen, der von Neugier, Freude, Mitgefühl, Trauer,
oder einem ganz anderen Gefühl geprägt sein kann.

Meine Hoffnung ist es, dass Menschen, die bereits Tiefen, die vielen
Menschen erspart bleiben, in ihrem Leben gespürt haben, oder
aktuell spüren, in diesen Zeilen etwas finden, das sie für sich
einsetzen können, um sich vergewissern zu können, dass sie niemals
allein damit sind.

Wenn du diese Worte liest, beziehungsweise gelesen hast – selbst,
wenn du der Einzige bist, der daraus Kraft ziehen konnte – dann
bedeutet mir das persönlich sehr viel.

Meine Strategie beim Schreiben war es, meine aktuelle Situation
einzufangen und diese in etwas Positives zu transformieren. Dass
ich mich dabei im Bereich des therapeutischen Schreibens bewege
und mich selbst unterstützend therapiert habe, ist mir erst ein paar
Jahre später klar geworden.

Viele meiner Verse entstanden in der Klinik und ich möchte jedem
raten, sich bei einem Problem, das für einen selbst unüberwindbar
scheint, therapeutische Begleitung zu suchen, denn mir hat das
unglaublich geholfen.

Die Tatsache, dass viele einen Klinikaufenthalt noch als ein Stigma
betrachten, kann ich nicht nachvollziehen. Ein Diabetiker würde sich
nach Diagnose ja auch nicht aktiv gegen eine Behandlung
entscheiden. In diesem Zusammenhang können Medikamente eine
sinnvolle Ergänzung sein, ähnlich dem Insulin, das für Diabetiker in
manchen Situationen überlebensnotwendig sein kann.

Ich denke, dass auch alternative Behandlungsansätze ihre
Daseinsberechtigung haben und möchte zu nichts raten, außer
einem: Setz dich nicht unter Druck, denn dadurch hilfst du
niemandem und schneller gesund wirst du dadurch erst recht nicht.
Viel Spaß beim Lesen. 😉

Wer selbst gerne etwas beitragen möchte oder Fragen zu Erfahrungen und Strategie hat, der schickt mir einfach eine Mail an

hoffnung.spenden@memoiren-eines-bipolaren.de

Hier findest du meine Datenschutzerklärung.