Mein Maroder Opal

Mein Maroder Opal

August 18, 2017 0 Von MeB

Über was soll ich denn schreiben? Das Füllen dieser Seiten ist wie rütteln an den Steinen eines Steilhang. Ein Unterfangen, dessen Ausgang leicht der eigene Totschlag sein kann. Nach dem Schlag stellt sich das Denken zwar ein, dann wird alles leise und du fragst, wie das sein kann.

Das Herbeisehnen des Endes bringt noch lange nicht die Wende. Birgt größere Gefahren, als das Gehen durch Minengelände. Ich frage mich, wann es reicht, wann es verbleicht, das Mal der Stille. Die Antwort kann nicht sein: “Junge, nimm doch mehr Pille!” Danach dann noch progressive Muskelrelaxation. Von beidem habe ich nicht wirklich viel, wie ohne Possessivpronomen.

Es geht zwar in die rechte Richtung, der Prozess lohnt sich schon, doch folgt einem eigenen Takt, ganz ohne ein Metronom. Zu viel scheint irreparabel, das alte zerstört. Frag mich, ob der alte Weg in die Vergangenheit gehört. Etwas Neues anpacken heißt etwas Neues erschaffen. Denke ich zurück, dann fühle ich meine Träume erschlaffen. Wie soll ich die Beziehung halten, wenn bereits bei dem Gedanken daran alle meine Venen Erkalten mann, doch ich hänge noch auf dem Weg, hänge sogar an ihm.

Wird zur Lösungen des Dilemmas gern den Publikumsjoker ranziehen. Das neue kenne ich noch kein Stück, das alte ist mir ganz vertraut, doch da ist auch diese Leere, die sich in meinem Kopf anstaut. Vielleicht kann ich nicht zurück. Vielleicht will ich das ja auch nicht. Es fühlt sich ganz gut an, wenn man die Dinge auch mal ausspricht. Trotz der Unsicherheit, eine potenzielle Lösung, doch ohne Sicherheit, noch längst nicht der Schöpfungs Krönung.

Habe Angst, dass ich mich nur verzettel, zu viel Scheiße auf meim Deckel, ich glaube ich habe schlicht noch keine Kraft für dieses Battle. Wäre jeder hier selbstlos, dann wäre die Welt groß. Doch unser Handeln wird bestimmt durch das Geld, Moos ist alles was zählt, der Mensch selbst wird zur Ressource, dadurch auch zum Problem. Weil sie nicht mehr das Leben, sondern nur den Job sehen. Ich wäre gern frei von dem System, denn die Räder, die es drehen, belohnen nur die, die immer nehmen.

Mehr und mehr, der Apparat muss weiterwachsen. Die Welt hat endliche Ressourcen, die Maschine müsste platzen, aber nein. Wir leben im Hier und Jetzt. Es ging doch gut die letzten Jahre und wenn nicht, dann leben die Kinder meiner Kinder eben unter Tage, sind selber schuld für deren Plage.

Kann das der Sinn sein? Trete ich weiter in das Rad, oder raus und bin allein? Es will keiner wirklich weitersehen, als um vier Ecken. Hauptsache Haus mit Lattenzaun und mit perfekt gestutzten Hecken. Noch immer weiß ich nicht, wie ich rauskomme aus dem Nebel. Den Weg zurück, oder ist dort vorn der nächste Hebel?


Irgendwann verpasse ich meinen Zweifeln einen Schwinger, weil sie die Fresse niemals halten, nein im Ernst, die quatschen immer! Gefühle scheinen wieder klar, aber mein Kopf verspannt sich, denn die Tragweite der Entscheidung, die ansteht übermannt mich. Die Angst, dass die weiche Schale meiner selbst bald wieder anbricht. Dann wäre alles für die Katz, doch auch das Kätzchen entspannt sich. Schleicht sich langsam aus, auf ihren kleinen leisen Pfoten, dann wird endlich meinem inneren Despoten Ruh geboten.

Ich muss Ich werden. Ich. Nicht irgendein Bekannter, Gott, oder Verwandter. Bin der Einzige, der mit dem Prisma Licht in Farbe verwandeln kann. Gib mir mein Kaleidoskop, dann fange ich wieder zu atmen an. Komm jetzt hoch, wir starten dann! Wenn du bereit bist, gib den Schuss ab, denn ich will nicht mehr warten Mann! Mein Blick verschwommen, angekommen an der Sohle des Tal. Jetzt fängt das Schleifen an, mein maroder Opal.