Seelenfenster

Seelenfenster

Mai 30, 2017 0 Von MeB

Es ist wie es ist, du kannst nicht jeden Tag in Seide kleiden, denn das Leben fordert jeden einmal auf den Seitenstreifen. Die anderen geben Vollgas, du siehst nur gelangweilt zu, doch gehen dir alle auf die Nerven, gönn dir einfach deine Ruh.

Du musst dies, du musst das. Scheiß mal auf die Maskerade. Wenn ich die Stimmen nicht ertrage, gibt es nur eins was ich mir sage. Digger chill. denn ich weiß das ist nur eine Phase, jeder fällt mal auf die Nase, nicht nur du kleiner Komparse.

Die Welt ist dauerhaft im Wandel, es gibt täglich neue Chancen. Das Leben, all seine Nuancen, kann man nicht wie Taler horten. Es kommt so wie es kommt. Aus der Traufe in den Regen. Du siehst nichts außer Problemen, aber das lässt sich doch Regeln. In tiefer Nacht fällt es jedem schwer das Licht zu sehen. Liegst da wie Aas für dich Hyänen, Zeit für das Trocknen deiner Tränen. Meinetwegen. Rückzugsphasen können viel bewegen. Wenn du es dadurch aus dem Sumpf schaffst, kannst du mir den Weg erklären.

Wir sagen alles gut, doch denken was für eine Scheiße; warum schlägt mich das Leben weiter, wenn ich doch schon das Handtuch schmeiße? Aufgeben hilft nicht Junge, mach dich auf auf eine Reise.
Leg den Kopf nicht auf die Gleise, Gutes kommt auch phasenweise.

Gerade ist die Zeit, in der ich Freunden gerne ausweiche, mich früh von der Party schleiche, schaffs nicht aus der Gedankenschleife. Ich weiß noch nicht mal ob ich mein Gemütszustand verkleide. Zwing mich morgens aus dem Bett, merk, dass ich jeden Plan beneide, denn meiner fühlt sich fragmentiert an, weshalb ich Ihn gerne ausweiche. Ich versuche zu verdrängen und hoffe auf ein klares Zeichen. Leider sehe ich nichts, als fehlten meinem Umzug gerade die Weichen.

Ich wünschte den Messias würden diese Zeilen erreichen und er beantwortet mir die Frage, die mich Tag und Nacht begleitet. Was will ich wirklich? Ich will auf der Antwort Welle gleiten. Den ganzen Tag nichts machen, das klingt gut in Urlaubszeiten, doch zurzeit ist das mein Leben.

Macht keinen Spaß mich zu begleiten. Hänge fest, ganz ohne Leim, oftmals stresst mich schon Sonnenschein, schließlich mich bei bestem Wetter ein, um allein mit meinem Selbstmitleid zu sein. Manchmal kommt mir die Idee meinen Weg schlicht zu beenden, doch das ist auch keine Option, weil ich die Liebe die für mich kämpfen. Sinnkrise trifft es gut, ich würde die Zeit gerne verschenken, die ich zurzeit verschwende, um den Ausweg zu erkennen und der Theorie nach hätte ich gar keine Probleme, doch es fühlt sich ganz so an als ob ich mir das nur einrede.

Erfolglos, wohlgemerkt. Das Bild Realität verzerrt. Im Zentrum ich, der das nicht merkt. Vielleicht will ja jemand seinen Hypothalamus gerne mit mir tauschen glaube – ich glaub kaum, also lausche ich weiter diesem Rauschen. Inhaltslos, so wie mein Lösungsansatz. Kann’s nicht glauben.

Heute merke ich, ich kann mich da selbst nicht mehr rausreden. Brauchte das Gespräch beim Therapeuten, schon kann ich trotz der Fehler wieder geradeaus sehen. Meine Fehler mir vergeben. Finde morgen hoffentlich den Spaß am früh aufstehen, dabei sagte sie nur junge; es ist falsch die eigenen Fehler nur aufzählen. Lass dein Inneres ich doch nicht von Vorwürfen aufzehren. Alles scheint so leicht, wie Tau am Morgen auf Kornähren.

Ein paar Minuten nur und ich kann meinen Kopf von dem Zorn entleeren. Mit Sicherheit habe ich schon bessere Texte geschrieben, aber heute ist das egal. Icht sah nicht klar durch diese Schlieren. Jetzt putze ich erstmal meine seelenfenster, profilier mich nicht als Lebensschwänzer, sondern motivier mich nach dem Dämpfer. Mein Leben ist noch lange und hat sicher einen Sinn, also schließe ich das Kapitel.
Ich bin gut so wie ich bin.